er kam nicht...
Holger kam nicht zum vereinbarten Treffpunkt am Start des 25.Ötzis, unserem Ersten. Extra um 6.15 Uhr sind wir schon raus, obwohl der Start genau vor unserer Haustür lag. Locker hätten wir auch noch auf dem Zimmer bleiben können. Bis zum Start haben wir Ausschau gehalten, aber Holger kam nicht. "Entweder er hat verschlafen oder es gibt kein durchkommen mehr hier...". Jedenfalls kam er nicht, und mach anderes auch nicht, wie sich noch zeigen sollte...
Kurz nach dem Start führen die ersten 30km vom 1400m hoch gelegenenen Sölden runter nach Ötz auf etwa 950m, und bereits auf diesem Gefälle ist Markus schneller weg als ich bis 3 zählen kann. "Man gewinnt keinen Ötzi bei den Abfahrten" sage ich mir schön brav immer wieder, und befasse mich gedanklich mehr mit meiner Schaltung, die irgendwie zu springen scheint. Ganz klar, die höheren Gänge machen was sie wollen, aber nicht, was ich am Schalthebel vorgebe. Scheiße. Bis zum heutigen Tag haben sie perfekt funktioniert, präzise, sofort, ohne Murren. Am Freitag habe ich die Bremsbeläge noch gewechselt und dazu das Hinterrad ausgebaut. Ob beim Einbau was schief gegangen ist und sich verstellt hat...
Noch nicht unten in Ötz angelangt gibt es die ersten wilden Bremsmanöver auf den wenigen ebenen und geraden Teilen der Strecke, was ein völliges Rätsel für mich ist. Das verwirft die Gedanken an die Schaltung. Bloß in kein Crash verwickelt werden, bloß keinen Platten fahrn. Immer schön piano.
Die Schaltung kriege ich nicht in den Griff. Dafür freue ich mich schon auf die erste Steigung, rauf zum Kühtai. Noch in Ötz unten ist der Rückstau des Aufstieges so groß, dass man kaum Platz zum fahren hat. Aber endlich gehts richtig los, endlich aufwärts. Immer wieder halte ich Ausschau nach Markus und Holger, aber nichts zu sehen. Nicht nach den Häusern, nicht im Wald, nicht bei den ersten Serpentinen. Sie kommen nicht. Ich versuche ruhig zu bleiben, meinen Rythmus zu finden - oberste Pflicht, um nicht am Beginn des Berges und des Rennens schon zu verglühen. Ausserdem hats hier am Kühtai mit 18% die stärkste Steigung des Rennens, also immer langsam fahrn. Die meiste Zeit nehm ich die Übersetzung 34:28, um mir meinen Rettungsanker, das 32er-Ritzel für die wirklich schweren Passagen aufzuheben. Das Kühtai hat 1200hm diff, und so langsam finde ich meinen Rythmus. Tatsächlich gibt es schon erste zu sehen, die hier absteigen müssen, die nen Platten haben, die stehen bleiben. Immer weiter ziehen sich die Kurven auf den Sattel hoch, und irgendwann bin ich an der Foto-Stelle vorbei und oben in Kühtai angekommen. Keinen Platten, kein Problem, aber Holger oder Markus nicht gesehn. Egal. Nur nicht verglühen. Als ich in der Bananenmatsche auf der Strasse eine freie Stelle suche, um mich ebenfalls mit Essen und Trinken an der ersten "Labe" zu versorgen, ruft mich Markus von hinten. Nur kurz vor mir angekommen hier oben, aber Holger nicht gesehen. Naja. Beruhigt trotzdem. Schnell was essen und dann weiter...
Die Abfahrt nach Kematen beginnt im Regen (er kam immer wieder) und mit größter Vorsicht. Unter den Lawinentunnels bleibt das Vieh stehen und sucht vor dem Regen Schutz, da wirds eng, wenn mann mit 60-70km/h durchrauscht. Immer wieder tauchen auch die Viehgitter in den Straßenbelägen auf, die einem auf einem Rennrad einige Sorgenfalten auf die Stirn zeichnen. Aber entgegen größeren Befürchtungen lassen sie sich gut passieren, wenn man nicht zu schnell ist. Auf etwa der Hälfte der Abfahrt überhole ich einen, der im Schrittempo fährt. Seine Gabel eiert im Lager wie ein Exzenter. Keine Ahnung, wie man das hinbekommt, aber verdammt schlecht. Da hilft auch kein Begleitfahrzeug mehr. Totalschaden. Ötzi-Ende.
Während ich mich abwärts "stürze", pfeifen die Schnellen immer wieder an mir vorbei. Ich liege bei etwa 60km/h und meine bisherige Erfahrung mit plötzlichen Platten bei der Abfahrt läßt mich die Bremshebel immer wieder fest zuziehen. Ausserdem bleibt die Strasse naß. Hauptsache unten ankommen, ohne Crash, ohne Platten. Weiterfahren können, das ist das Wichtigste.
Insgeheim warte ich wieder drauf, links oder rechts am Strassenrand Markus oder Holger über einem aufgebockten Rennrad fluchen zu sehen. Aber nichts dergleichen kommt. Schließlich ist das Inntal erreicht und ich suche mir eine Gruppe in meinem Tempo in der Ebene, die mich bis Innsbruck mitzieht. "Komisch", denke ich mir, "die Bergfahrt macht mir mehr Spass wie die Abfahrt". Das soll heute auch trotz der 5500hm so bleiben...
Von Innsbruck aus beginnt die Auffahrt auf den Brenner. Nichts schwieriges, eher was langes. Auf 30km werden grade mal 600hm bewältigt, und ich merke mir auch noch die falsche Zahl von 800hm. Aber auch bei wenig Steigung kann mann dicke Beine kriegen, wennman zu schnell anfährt. So bleibe ich vorsichtig im Tempo, denke mir: "der Ötzi fängt so richtig erst am Timmelsjoch an", also nichts überstürzen. Andererseits fährt eine gut aussehende, bestens trainierte Enddreißigerin in der Gruppe vor mir mit, die mit ihrer Erscheinung und ihrem Bike zu faszinieren weiß. Es dauert nicht lange, und irgendein männliches X aus der Traube um sie herum stellt EINE Frage (zu ihrem Bike oder zu einem Rennen oder was weiß ich...) und es beginnt der Antwortmonolog, der sich den gesamten Brenner hinaufzieht. "Gut, das lenkt mich ab" denke ich mir anfangs, dann aber gehts mir schnell so auf die Nerven, dass ich mein Tempo ungewollt erhöhe und die Gruppe hinter mir lasse. Ich werde erst wieder langsamer, als ich nichts mehr von IHR hören kann.
Dann wird das Tal enger und windet sich zum Brenner hinauf. Wir passieren Stellen, die ich das Jahr zuvor mit Holger auf unserer zweiten Transalp mit dem MTB auch passiert habe. Schnell verliere ich mich in Gedanken an die "Transe", und erst der Regen reißt mich wieder aus meinen Gedanken heraus. Kurz vor dem Brenner zieht die Steigung der Strasse noch einmal merklich an, der Regen verdichtet sich, und als wieder einmal in guter Campa-Manier einer meiner Gänge beim Wiegetritt zu springen beginnt, fühle ich zum ersten mal am heutigen Tag, wie ich "keine Lust" mehr habe. Es wird grauer und nasser, der Brenner landschaftlich unattraktiv und für den Moment reichts mir. Die zweite Labe taucht vor mir auf, und mit ihr auch kurz darauf Markus ("wo hast Du mich denn überholt ?"). Von Holger wieder keine Spur. Die Labe schaut schon etwas abgewirtschaftet aus, wir sind wohl so ziemlich am Ende des Teilnehmerfeldes, denke ich mir. Markus meint: "Du siehst aber echt scheiße aus !". Stimmt. Irgendwie ist mir schlecht, kalt, und zum Kotzen.
Nach dem etwas ratlosen Rumgestehe, wo denn nun meine Ötzi-Kondi-Supermotivation geblieben ist, stochern Markus und ich uns wieder zu den Bikes und fahrn ab nach Sterzing. Natürlich dauert es wieder nur Minuten, bis Markus aus meiner Sicht gefahren ist. Es soll dies die einzige Abfahrt bleiben, die mir heute Spass gemacht hat. Unten in Sterzing passsieren wir wieder Stellen der Transalp I und II, und sofort sind die Gedanken weg beim Eisjoch, bei der nächsten Transalp, irgendwann. Und zum ersten mal an diesem Tag nehme ich bewußt wahr, dass die Sonne scheint.
Gleich nach Sterzing führt die Strasse hinüber zum Jaufenpass, und ich fühle mich plötzlich pudelwohl. Mir fällt wieder ein, dass ich Markus am Brenner unbemerkt überholt habe und das nun ein anstrengender Anstieg mit kontinuierlichen 7-9% Steigung ohne Unterbrechung folgt, der erst 1000hm weiter oben wieder an einer Labe endet. Sofort wittere ich Morgenluft. Hatte Markus nicht am Brenner gesagt, "Du überholst mich eh am Jaufenpass" ? - "Ha, stimmt. Yess, meine Kräfte kehren zurück !". Die Auffahrt gefällt mir auch landschaftlich, es geht viel durch Wald und immer genau in der gleichen Steigung. In dieser Stimmung kommt die beste Motivation beim "Einsammeln", d.h. beim vorbeifahren an anderen Teilnehmern, die möglichst viel keuchen und schwitzen und es nicht so geregelt kriegen. "Yess", das ist mein Berg, meine Auffahrt, meine Kondi. Und es dauert nicht lange, da erscheint Markus mit seinen blitzenden OP-weißen Samtschuhüberzügen und verschwindet einige Umdrehungen später wieder hinter mir. "Aha" denke ich mir, endlich im Ötzi "angekommen !?".
Und wieder Kurve um Kurve, Steigung um Steigung, scheinbar immer das Gleiche. Bei solchen Situationen tut mir gern der Hintern weh, ich suche Abwechslung im Wechsel zwischen Wiegetritt und normalen Sitz. Inzwischen habe ich mehr als die Hälfte des Berges hinter mir, aber das Tempo zwischen mir und den anderen ist identisch geworden. Der Höhenmesser kriecht und kriecht. Zwar scheint die Sonne und Markus ist HINTER mir, aber es könnte jetzt auch "gut sein" mit dem Jaufenpass. Schließlich kommt danach der eigentliche Berg, um den es hier geht. Immer wieder stehen nun welche am Seitenrand und machen eine Pause. Der Anstieg ist inzwischen monoton geworden, die kurze Euphorie verflogen. Mit dem nächsten Wiegetritt kam wieder das Gehopse der Kette über die Ritzel, und ich versuche, mich darüber nicht aufzuregen. Nicht anhalten, nicht absteigen, nicht im Rennen an irgendwelchen Einstellschrauben drehen, die eh nichts bringen. Sich lieber arrangieren, ein System beim Schalten suchen, wie das Gehopse der Kette nicht so schlimm ist und nicht so nervt. Als ich den Wald schließlich hinter mir habe, erblicke ich weit über mir den Pass, davor noch einige Serpentinen. Sehr plötzlich schmerzt meine rechte Fußsohle ungemein, und das "kein-Bock-feeling" ist wieder da. "Komm, halt doch an. Mach ne Pause. Dein Fuß tut weh. So nicht" sagt mir eine Stimme. Und ich gehorche ihr überraschend. Am Seitenrand angehalten, die Füße kann ich kaum aus den Pedalen klicken, so schmerzen die Fußsohlen. Ein Phänomen, dass ich auch schon beim Arber hatte. Keine Ahnung, woran das liegt. Jetzt bin ich auch einer von den "Seitenrandstehern", und das frustriert mich mit jedem mehr, der an mir vorbeizieht. Eigentlich würde ich noch stehen bleiben wollen, aber so nicht. Markus ist noch hinter mir, also wieder rauf und weiter. Weil die Füße noch immer schmerzen klicke ich sie erst garnicht ein. Aber das daraus resultierende Gewackel ist dann so groß und ineffizient, dass ich das schnell wieder bleiben lasse. "Klick. Au. Ahh !". Egal, weiter rauf.
Endlich oben am Jaufenpass dauert es nicht lange, bis auch Markus wieder auftaucht. Im Gegensatz zu Kühtai und Brenner motiviert mich das diesmal nicht. Wir pumpen meist stumm das Zeug in uns rein, und alles was süß ist wird immer widerlicher. Es ist saumäßig kalt im Wind und es gibt nur wenig Schutz. Einer nebenan erzählt - ungefragt, glaube ich- daß am Timmelsjoch das Schlimme der erste Teil sei, und es nach der Labe nicht mehr so wild sei. Ein paar Kurven noch, und dann sei man oben. "Arsch", denke ich mir. "ich hab dich nicht gefragt". Und wenn mir hier jemand was von "nicht mehr wild" am Timmelsjoch erzählt, dann kanne s nur ein Arsch sein. Dicker Rheinländer mit Bierwampe. Halts Maul und lass mir meine Ruhe. Fahr weiter, endlich. "
Mit dem Zähneklappern vor Kälte und Erschöpfung gings runter nach St.Leonhard. Unnötig zu erwähnen, dass Markus wieder auf und davon ist. Inzwischen ist auch die Sperrung der Strasse für die Autos vorüber (auch sooo weit hinten sind wir schon ?) und das ist das Einzige, was mir an dieser sonst sehr reizvollen Abfahrt Spass macht. Die blöden Autos müssen warten, langsam tun, ich hab Vorfahrt, sogar ich bin hier schneller, auch und vor allem in den Kehren. Aber wie bei der Auffahrt schau ich auch hier immer wieder auf den Höhenmesser und denk mir diametral entgegengesetzt, er möge bald auf 700hm stehen, damit ich endlich unten bin. Denn unten entscheidet die Uhrzeit, wer noch aufs Timmelsjoch rauf darf (14.30) und wer nicht. Also auf jeden Fall rechtzeitig unten sein. Was auch gelingt.
Kaum unten beginnt gleich die Auffahrt zum Timmelsjoch. Und obwohl ich frustriert bin, nur 15min vor der "dead-line" St.Leonhard passiert zu haben, der Markus wieder weg ist und von Holger nix zu sehn ist, freue ich mich richtig aufs Timmelsjoch. Japp, endlich bin ich da, wo es wirklich ernst wird. Hier hilft kein garnix mehr, hier muß ich rüber, und zwar ohne DNF (did not finish) und ohne Besenwagen. Immer wieder überlege ich, wieso unser Lehrlingskollege Hadlock im Jahr 2002 bis aufs Timmlesjoch rauf ist und dann trotzdem DNF bekam. Wie geht das ?
An diesem Punkt habe ich die Höhenmeter meines bisherigen Rekordes, den des Arbermarathons, eingesammelt (etwa 3200). Jetzt kommt das Filetstück.
Ich kurbel die ersten Steigungen motiviert weg, bin mir sicher, bald wieder Markus zu überholen. Auch bin ich mir sicher, hier irgendwo den Holger am Strassenrand zu finden. Das Thermometer zeigt inzwischen 32°C an, mir ist also nicht mehr kalt und ich verdrücke die letzte Banane vom Jaufenpass.
Es folgt Steigung und Kehre und Kurve, aber kein Markus und auch erst recht kein Holger. Ein Schild "200m noch bis zum Energiedepot, Ötztaler Radmarathon" bricht mir die restliche Motivation, weil einfach nichts davon kommt. Nur Kehren, Steigungen, Kurven. "So weit hinten bin ich also schon, dass sie selbst die Stände abgebaut haben" geht mir durch den Kopf. Wieder die üblichen "Leichen" am Wegesrand, die "kein-Bock-mehr-haber" und die "Ich-kann-nicht-mehr". Die meisten in Zweiergruppen, und ich bin mir sicher, dass einer von beiden sagt "ja, ok, halten wir an", obwohl er eigentlich weiterfahren möchte. Ich wöllte jetzt nicht halten müssen. Also weiter. Immer weiter. Jetzt macht selbst das Einsammeln keinen Spass mehr. Und plötzlich halte selbst an einer geeigneten Stelle unter dem Vorwand, pinkeln zu müssen.
Bei der nächsten Labe treffe ich Markus wieder (was mich motiviert und zugleich deprimiert, weil ich ihn unterwegs nicht eingesammelt habe) und inzwischen kriege ich nichts mehr runter. Mir ist nur noch nach Wasser und Brot, aber das gibt keine Kraft und Mineralwasser ist alle. "Ach so weit hinten..." denke ich mir wieder. Der Himmel verdunkelt sich, es regnet wieder und es geht nun das letzte Stück rauf zum Timmelsjoch. Entgegen aller Befürchtungen geht es besser als gedacht. Zwar ist Markus schnell weg (wegen RED-BULL, wie sich später klärt), aber ich finde wieder Freude an dem bevorstehenden Ende und dem letzten sich in den Berg "verbeissen". Jetzt macht auch das Einsammeln wieder Spass, und hier gibts viel zu sammeln. Sogar einige krampfige Geher sind jetzt auf der Speiseliste. Alles weg, alles aus der Bahn. Keine Gnade, gleich nach der nächsten Kehre muß ja der Markus oder der Holger endlich da sitzen und sich von mir besiegen lassen. Aber sie kommen nicht.
Das letzte Stück vor dem Tunnel, durch den Tunnel und bis zum Schild "Timmelsjoch" gehe ich quasi im Wiegetritt, werde immer schneller, düse ab. Die Kette hüpft und springt, mir egal. Alle weg, Platz da vor mir.
Auf der kurzen Abfahrt zum letzten Gegenanstieg überkommen mich bei etwa 5°C
heftige Schüttelkrämpfe, es regnet wieder und ich verbremse mich in einer Kehre, das Hinterrad blockiert, ich rutsche und komme dabei einem anderen Teilnehmer gefährlich nahe. "Hier werden Fehler gemacht" denke ich mir und "scheiß egal. Nur noch runter und fertig sein". Ich entschuldige mich schnell, und geben wieder Gas. Ich will endlich endlich endlich fertig sein.
Der Gegenanstieg kostet mich den allerletzten Rest, es wird mir alles egal. Ich quäle mich hinunter, es kommt mir vor, als hinge Beton an den Rädern. Noch ne Kurve, noch nicht Schluß, noch mehr Regen, und die Schüttelkrämpfe hören nicht mehr auf. Fast verreiße ich dabei den Lenker. Ich muß mich zwingen anzuhalten, wieder das Regencape aus dem Trikot fischen: alles klemmt, alles hackt, wärmer wird es auch nicht mehr, den Schüttelfrost beeindruckt es auch nicht. "Ach leck mich doch !" schreie ich verzweifelt in den Regen, aber niemand hört es. "Hoffentlich fällt mir bei dem Zähnegeklapper keine Plombe raus" denke ich mir noch. Irgendwie wackel ich die letzten Höhenmeter runter nach Sölden. Kurz vor dem Ziel wird mir fast schwindlig auf dem Rad, ich trete wie in Trance. Letzt Kurve, finish.
Atemlos.
Will kotzen.
Will weinen.
Endlich Schluß.
Ich lehne mich über meinen Lenker und versinke in mich.
Schüttelfrost, Schüttelfrost, Schüttelfrost.
Selbst noch unter der Dusche, 20min später.
Markus war etwa 10min schneller, Holger satte 120min.
Glückwunsch an beide !
Ich komm wieder.
Sicher.
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